FDP warnt: TechFak-Thematik noch nicht zu Ende

FDP warnt: TechFak-Thematik noch nicht zu Ende

Lachendes und weinendes Auge; „Akademischer Einheitsbrei“ droht

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge hat die Erlanger FDP den im Ministerrat gefundenen Kompromiss zum Ausbau des Hochschulstandortes Erlangen-Nürnberg zur Kenntnis genommen.

Die Erlanger Freidemokraten hatten bekanntlich frühzeitig und wiederholt eindringlich vor einer Verlagerung der Tech-Fak nach Nürnberg gewarnt und die Debatte in der Öffentlichkeit und im Hintergrund, durchaus nicht immer zur Freude des Koalitionspartners SPD, entscheidend mitbestimmt.

 

Noch in der Kreishauptversammlung vergangene Woche ging der dort im Amt bestätigte Kreisvorsitzende Matthias Faigle abermals für einen möglichst vollständigen Verbleib der TechFak in Erlangen in die Bütt (s. PM vom 27.04.2017). Man werde seitens der FDP einen auch nur teilweisen Abzug der Technik nach Nürnberg nach Kräften verhindern, so Faigle.

 

Die FDP begrüße es, dass die TechFak als sinnvolle Einheit nun nicht zerrissen werde und weiter am Standort Erlangen erhalten bleibe. Andererseits hätten einige der nach der Entscheidung des Ministerrats in Nürnberg anzusiedeln Einrichtungen auch das Spektrum der TechFak für die Zukunft optimiert und sehr gut ergänzt, heißt es in einer Pressemitteilung der Partei.

 

FDP-Kreischef Faigle: „Uns ist es außerdem ein gewisses Dorn im Auge, dass nunmehr die Gefahr besteht, die Unterschiede zwischen der Universität und den Hochschulen noch weiter zu verwässern und auf lange Sicht einen großen akademischen Einheitsbrei zu erzeugen. Mit einem liberalen Wissenschaftsminister in Bayern hat und hätte es das nicht gegeben.“

 

Faigle weiter: „ So aber brüstet sich nun die CSU mit einem Erfolg, obwohl sich weder Herr Spaenle noch Herr Söder in der gesamten Debatte mit Ruhm bekleckert haben. Nur dem späten Eingreifen des Ministerpräsidenten aufgrund externen Drucks ist es zu verdanken, dass gerade noch erheblicher Schaden von der Wissenschaftslandschaft abgewendet werden konnte.“