Faigle führt FDP Erlangen weiter

Faigle führt FDP weiter

Nachverdichtungsdebatte gefordert; TechFak bleibt Thema für FDP

 

Der neue Vorsitzende ist der bisherige: Die Kreishauptversammlung der Erlanger FDP hat am Donnerstag Dr. Matthias Faigle im Amt bestätigt. Die Versammlung erteilte dem 48-jährigen Rechtsanwalt und langjährigen Stadtrat einstimmig den Auftrag, den Erlanger Kreisverband auch in den kommenden zwei Jahren zu führen.

Prof. Dr. Holger Schulze und FDP-Fraktionschef Lars Kittel wurden gleichfalls wieder in den geschäftsführenden Vorstand gewählt. Im Gremium neu vertreten sind Michael Hohf, Sigrid Oswald-Sensing und Heiko Primas als Schatzmeister. Als Beisitzer fungieren zukünftig Felix Braun, Gudrun Owesle, Konstantin Tziridis und Rudolf Meyer. Die übrigen Mitglieder der Stadtratsfraktion, darunter Bürgermeisterin Dr. Elisabeth Preuß, wurden kooptiert.

Der neugewählte geschäftsführende Vorstand:
v.l.n.r.
Heiko Primas, Holger Schulze, Matthias Faigle, Sigrid Oswald-Sensing, Michael Hohf
Auf dem Foto fehlt: Lars Kittel

Faigle konnte den Anwesenden die erfreuliche Mitteilung eines deutlichen Mitgliederzuwaches machen: „In den ersten vier Monaten des Jahres haben wir unsere Mitgliederzahl um 10 % steigern können. Wir liegen damit noch über dem aktuell ohnehin sehr positiven Bundestrend.“ Der Kreisverband hatte in den letzten Wochen mit der Aufforderung „Partei zu ergreifen“ sehr gezielt um neue Mitglieder geworben.

 

Mit Blick auf den am 7. Mai anstehenden Bürgerentscheid zum Bauvorhaben Johann Jürgen Straße („ERBA-Gebiet“) erklärte Faigle: „Ja, wir brauchen für meine Begriffe eine neue generelle Nachverdichtungsdebatte in Erlangen. Das zur Abstimmung stehende konkrete Einzelprojekt eignet sich aber nicht zur Klärung solcher Grundsatzfragen.“ Die FDP unterstützt den Abriss und Neubau an dieser Stelle und empfiehlt ihren Mitgliedern demzufolge mit „NEIN“ zu stimmen.

 

Für das Vorhaben einer Landesgartenschau (LGS) hatte die FDP bereits in der Vergangenheit Unterstützung signalisiert. Faigle: „Es geht uns nicht um eine Blümchenschau, sondern um die mit der Landesgartenschau beabsichtigte Stadtentwicklung zu Gunsten der Nordstadt.“ Die Landesgartenschau könne hierfür, wie in Bamberg und Bayreuth erfolgreich geschehen, als Katalysator dienen, so Faigle. Er hoffe, dass sich in der Abstimmung am Ende die durchaus guten Argumente für die LGS gegenüber dem spontan ablehnenden Bauchgefühl vieler durchsetzen können.

 

Faigle ging bei seiner Rede auch nochmals für einen möglichst vollständigen Verbleib der TechFak in Erlangen in die Bütt. Faigle: „Ich begrüße es sehr, dass der Ministerpräsident die Angelegenheit inzwischen zur Chefsache gemacht hat. Damit besteht die Hoffnung, dass die Standortfrage nach den wirklichen Bedürfnissen der Universität und nicht nach politischem Kalkül entschieden wird.“

 

Mit Blick auf am Mittwoch gefasste Resolution des Nürnberger Stadtrats erklärte Faigle:

„Ich verstehe, wenn die Nürnberger Kollegen fordern: Wir wollen mehr Universität – der Sache nach berechtigt ist diese Forderung damit aber noch lange nicht.“

 

Die FDP hatte sich bereits seit Mai letzten Jahres wiederholt dafür stark gemacht, einen auch nur teilweisen Abzug der Technik nach Nürnberg nach Kräften zu verhindern.